Referat Jugendpastorale Bildung

„Nach dem Synodenbeschluss gibt es in Deutschland keine ernst genommenen Entwürfe oder Leitlinien von Jugendarbeit mehr, die nicht gesellschaftliche und kulturelle Bedingungen, Lebenslagen und Lebenswelten junger Menschen und sozialpsychologische und sozialpädagogische Ansätze und Erkenntnisse konzeptionell integrieren". (Vgl. Hobelsberger, Zurück in die Zukunft, PThI 31).

Das Referat Jugendpastorale Bildung ist das Grundsatzreferat der afj und hat genau diesen Qualitätsstandard als Ausgangspunkt seiner Arbeit. Der Synodenbeschluss „Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit", die „Leitlinien zur Jugendpastoral" der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz und soziologische Studien bilden die Grundlage allen jugendpastoralen Handelns und sind unverzichtbar, um Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen, von ihnen zu lernen und das eigene Handeln in Frage stellen zu lassen. Die Grundlagenarbeit sowie Praxisberatung, das Beobachten von neuen Trends in der Jugendpastoral und die Publikation in Fachzeitschriften gehören zu den Aufgaben des Referats.

Das Referat hat drei Vernetzungsbereiche ins Feld der Jugendpastoral hinein, in denen aktuell folgende Schwerpunkte liegen:

  • Jugendkirchen Vernetzung der Verantwortlichen durch das Ökumenische Symposium und Fachtage sowie Beobachtung der konzeptionellen Weiterentwicklung von Jugendkirchen.
  • Junge Erwachsene Entwicklung einer gemeinsamen Zielvereinbarung der JE-Referate um Zielgruppe und Konzeption dieses recht neuen pastoralen Feldes zu schärfen.
  • Tage religiöser Orientierung Theologische und pädagogische Grundlegung sowie Zusammenführung der Akteure auf Bundesebene.

Das Referat betrachtet zudem jugendpastorale Fragestellungen aus wissenschaftlicher Perspektive:

  • Grundlagen der Jugendpastoral Grundlegend für die Jugendpastoral sind die Beschlüsse der Würzburger Synode von 1971-1975 „Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit“, die „Leitlinien zur Jugendpastoral“ der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz von 1991 sowie das aktuelle Vorbereitungsdokument mit dem Leitwort „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“ zur Bischofssynode 2018. Ausgehend von diesen Grundlagen werden in den aktuell 15 Feldern der Jugendpastoral Schwerpunkte für die Arbeit mit Jugendlichen gelegt.
  • Forschung und Praxis Aufgabe des neu eingerichteten Bereichs „Forschung und Praxis“ ist es, einen Überblick über die jugendpastorale Forschung und Lehre im deutschsprachigen Raum zu gewinnen und Akteure der Jugendpastoral aus praxis- und theoriebezogenen Feldern miteinander zu vernetzen.

  • Digitales Digitale Welten gehören zum Alltag junger Menschen. Neue Phänomene werden in den Blick genommen um die Relevanz für die Jugendpastoral zu reflektieren.

  • Diözesane Entwicklungen Wahrnehmen von jugendpastoralen Entwicklungen in den deutschen Diözesen und Sammlung der diözesanen Jugendpläne.
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