Willkommens- und Anerkennungskultur

Flucht und Einwanderung – dieses Thema bewegt die Gemüter in Kirche und Gesellschaft derzeit wie kaum ein anderes. Die Zahl der Asylsuchenden ist im Vergleich zu Mitte der 2000er Jahre deutlich gestiegen. Da die Bundesländer und einzelne Landkreise in den letzten Jahren ihre Unterbringungskapazitäten für Asylsuchende konsequent abgebaut haben, wurden an vielen Orten neue Sammelunterkünfte eröffnet. Nicht selten wurde dies von vorurteilsbehafteten Protesten der Anwohnerinnen und Anwohner begleitet.

Rechtspopulismus ist ein weltweit zu beobachtendes Phänomen, das mit den jüngsten Wahlergebnissen der „Alternative für Deutschland“ auch in Deutschland die politischen Diskussionen prägt. Dabei stellt die AfD mit ihren Inhalten gerade für die christlichen Kirchen eine große Herausforderung dar. Denn deren Anliegen ist es, allen Menschen zu einem Leben in Würde zu verhelfen.

Dem stehen die Ziele von extrem rechten Bewegungen in einem direkten Widerspruch gegenüber. Eine Politik der Abgrenzung und Abwertung ist aus christlicher Perspektive inakzeptabel. In der öffentlichen Debatte versteht sich die Kirche als Anwältin der Flüchtlinge und Schutzbedürftigen. Die kirchlichen Verantwortungsträger setzen klare Zeichen für die Solidarität mit Flüchtlingen sowie gegen fremdenfeindliche Tendenzen und weisen beharrlich auf Missstände in der gegenwärtigen Asyl- und Flüchtlingspolitik hin.

Aber nicht alle Bürgerinnen und Bürger lehnen die neuen Einwohnerinnen und Einwohner ab. Im Gegenteil: Fast überall bilden sich lokale Initiativen aus der Zivilgesellschaft, die versuchen, die neuankommenden Flüchtlinge zu unterstützen und zu integrieren.

Das Referat Politische Bildung möchte einen Beitrag zu einer Gesellschaft leisten, in der jeder Mensch willkommen ist und in seiner oder ihrer Individualität angenommen wird. Dies geschieht durch Vernetzung der Akteure, Beiträge zum gesellschaftlichen Diskurs, Fachtagungen und Monitoring und Information.

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